Grundsätzliches

Alle Schulen stehen in der heutigen Zeit vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Rahmenbedingungen des staatlichen Bildungswesens haben sich tief greifend verändert. Mehr denn je gibt es hohe Erwartungen an die Schule im Allgemeinen und an die Förderschulen bzw. Sonderpädagogischen Förderzentren im Besonderen:  
Sie sollen ihren Erziehungsauftrag verstärkt wahrnehmen und Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein fördern. Kurz: Sie sollen die jungen Menschen fit machen für die Zukunft.
Schule machen heißt für uns, sowohl zu unterrichten und zu erziehen. Aber es heißt auch, bei Kindern und Jugendlichen Warnsignale erkennen, Zuversicht verbreiten, zum Mut anstiften, Halt geben, Zeit investieren, Schwierigkeiten anpacken, Symptome entziffern, die Ärmel aufkrempeln, siebenmal hinfallen und acht mal aufstehen, der Bildung immer wieder eine Chance geben. Denn Schule ist die einzige Institution, in die alle Kinder und Jugendlichen gehen müssen. Hier können die Kinder und Jugendlichen, die Probleme haben oder machen und anderswo durchs Netz fallen, noch erreicht werden.
Schule ist ein Ort von Menschen für Menschen, wo gelernt, gelehrt, gelacht, gestaunt, gestöhnt, geträumt, getobt, gespielt, gearbeitet... kurz: wo gelebt wird. Und zum Leben gehört eben viel dazu.
Immer wieder schwer haben es in Schulen die unkonzentrierten Kinder sowie die, die Schwächen im Lesen, Schreiben und Rechnen haben oder Defizite in ihrer Ausdrucksweise. Für Kinder, die von manchen als „Problemkinder" oder „schwierige" Kinder bezeichnet werden, als Schülerinnen und Schüler, die Lern- und Leistungsstörungen beziehungsweise Gefühls- und Verhaltensauffälligkeiten besitzen, zeigen sich in der Schule teilweise unüberwindliche Barrieren.
Für diese Kinder müssen wir Hilfen speziell für sozial Benachteiligte parat halten zur Bewältigung ihres Lebens . Denn Spannungsfelder wie etwas haben / nicht haben, „gut" oder „schlecht" in der Schule sein, etwas können oder nicht können ...kratzen am eigenen Wert, bewirken Kämpfe um Anerkennung. Sozial benachteiligte Menschen - auch Kinder und Jugendliche - fühlen sich häufig als Verlierer in der Gesellschaft, als der „letzte Dreck". Dazu müssen Lehrerinnen und Lehrer neben ihren vielfältigen Aufgaben enge Beziehungen zu „ihren" Schülerinnen und Schülern knüpfen, vielfach überforderten Eltern bei der Erziehungsarbeit helfen, Vorbilder sein. Denn hinter unorganisierten und bedürftigen Kindern stehen oft Erwachsene in Not.

Beschreibung des Sonderpädagogischen Förderzentrums im Allgemeinen

Ein Sonderpädagogisches Förderzentrum ist für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Sprache, Lernen, sozial - emotionale Entwicklung) gedacht. Es ist ein Ort, an dem - möglichst wohnortnah und flächendeckend - unter einem Dach ein vielfaltiges, leistungsfähiges sonderpädagogisches Förderangebot zur Verfügung steht.

Früher und heute

Von der Sprachheilschule zum Sonderpädagogischen Förderzentrum Poing

 1984 wurde als Außenstelle von der Sprachheilschule Unterhaching  im nördlichen Landkreis Ebersberg eine SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) eingerichtet, daraus wurde ab 1. August 1987 eine eigenständige „Schule für Sprachbehinderte". Sie umfasste 2 Gruppen der Schulvorbereitenden Einrichtung für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren und 2 Klassen für Kinder im Grundschulalter, damals noch an der Grundschule in Forstinning.  weiterlesen....
 

Gebundener Ganztag im Sonderpädagogischen Förderzentrum 

 Seit dem Schuljahr 2009/10 baut die Seerosenschule gebundene Ganztagsklassen in der Hauptschulstufe auf. Zur Zeit bestehen eine 3g, eine 3ga, 4g, 5g, eine 6g und eine 7g, eine 8g und eine 9g, in denen der Unterricht bis 15.30 Uhr geht, einschließlich eines Mittagessens.